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Dreimonatskoliken – wenn das Baby schreit

Dreimonatskoliken - wenn das Baby schreitVon Dreimonatskoliken sind viele Babys und Eltern betroffen. Oft sind sie die erste Hürde, die Eltern und Baby gemeinsam nehmen müssen – und in manchen Fällen ist diese Hürde alles andere als einfach. Dreimonatskoliken bezeichnen keine Krankheit an sich – sie beschreiben eher den Zustand während der ersten drei Lebensmonate des neuen Erdenbürgers. Dreimonatskoliken stehen für andauerndes und lautes Schreien des Kindes – oft ohne dass Eltern einen ersichtlichen Grund für das Schreien und Weinen ersehen können. Auch mit noch so großer Mühe lässt sich das Kleine nicht oder nur sehr schwer beruhigen: Für Eltern eine problematische Zeit. Aber für alle Betroffene haben wir einen kleinen Trost: Bei den meisten Babys legt sich diese Phase nach den ersten drei Monaten wieder. Nur bei vier Prozent aller betroffenen Babys hält sich das Problem noch hartnäckig bis zum sechsten Lebensmonat.

Dreimonatskoliken Ursachen

Die wirklichen Ursachen für Dreimonatskoliken sind bis heute nicht vollständig wissenschaftlich geklärt. Mediziner gehen jedoch davon aus, dass das extreme und schnelle Wachstum des Kindes in den ersten drei Lebensmonaten Auslöser der Koliken sein könnte. Durch das schnelle Wachsen muss Babys Darm sehr viel leisten. Eine Überanstrengung jedoch kann Koliken verursachen. Ist der Darm sehr aktiv, kann es zu krampfartigen Schmerzen kommen, ist der Darm sehr träge, stauen sich Verdauungsgase und verursachen Blähungen und Blähungsschmerzen. Erschwerend kommt hinzu, dass ein so junger Darm noch nicht ausreichend mit Darmbakterien besiedelt ist, was die Verdauung erschwert.

Statistische Auswertungen haben gezeigt, dass Dreimonatskoliken bei Babys, deren Mutter während der Schwangerschaft geraucht hat und/oder die durch rauchende Eltern Passivraucher sind, häufiger vorkommen.
Eine andere Ursache kann die Ernährung der Mutter sein, besonders wenn sie ihr Kind stillt. Leidet Ihr Kind an Dreimonatskoliken sollten Sie blähende Kost von Ihrem Speiseplan in dieser Lebensphase verbannen! Zu diesen Lebensmitteln gehören Bohnen, Knoblauch, Kohl, Lauch, Linsen, Paprika, Pfeffer und Zwiebel.
Zu hastiges Trinken beim Baby, zu große Trinkmengen und Nachfüttern im Stundentakt begünstigen Blähungen und somit auch Dreimonatskoliken.

Dreimonatskoliken können aber nicht körperliche, also physische, sondern auch seelische, also psychische Ursachen haben. Die Kommunikation zwischen Eltern und Kind ist in dieser Zeit schwierig, da ungewohnt und muss ohne Sprache auskommen. Klar, dass es in dieser Zeit zwischen Eltern und Kind oft zu Missverständnissen kommt. Weint ein Kind ausgiebig oder häufig bekommen viele Eltern ein schlechtes Gewissen oder gar Schuldgefühle, wenn sie es nicht oder nur schwer beruhigen können. Schuldgefühle und Selbstzweifel spürt das Baby unbewusst und reagiert unsicher, indem es schreit und weint.

Dreimonatskoliken Symptome

Dreimonatskoliken erkennt man daran, dass sie vorwiegend nach den Mahlzeiten des Kleinen und in den Nachmittags- und/oder Abendstunden auftreten. Dabei können die Schreiattacken stundenlang anhalten. Das Baby krümmt sich dabei vor Schmerzen, zieht die Beinchen an und überstreckt sein Köpfchen nach hinten. Weitere Symptome sind ein geblähter Bauch und ein rotes Gesichtchen. Meist bleiben Beruhigungsversuche erfolglos.

Dreimonatskoliken Diagnose

Schreit ein Baby häufig ohne ersichtlichen Grund lange und laut, können die verschiedensten Ursachen dahinter stecken. Deshalb sollten Eltern immer einen Kinderarzt aufsuchen. Dieser sollte bei betroffenen Babys eine genaue Untersuchung vornehmen, um organische Erkrankungen wie Mittelohrentzündung, Harnwegsentzündungen, Darmentzündungen, Einstülpungen, Verstopfung, Refluxkrankheit (Sodbrennen), aber auch Hirnerkrankungen auszuschließen. Dazu sollte der Arzt Blut- und Stuhltests nehmen und Ultraschalluntersuchungen durchführen.
Bei akut auftretenden Dreimonatskoliken und andauerndem, nicht enden wollendem Schreien finden Sie auch Hilfe in einer Schreiambulanz.

Dreimonatskoliken Therapie

Da Dreimonatskoliken unterschiedliche Ursachen haben können, gibt es leider auch kein Allerweltsheilmittel dagegen. Wichtig ist, dass Ihr Kind in dieser schweren Zeit genügend Zuwendung, Verständnis und Liebe von Ihnen und anderen Familienmitgliedern empfängt. Auch ein regelmäßiger Tagesrhythmus mit geregelten Essens- und Schlafenszeiten wirkt sich begünstigen aus.

Wichtig ist, dass Ihr Kind in dieser Lebensphase trotz Blähungen genügend trinkt und danach „ein Bäuerchen macht“. Damit es beim Trinken nicht zuviel Luft mittrinkt, schütteln Sie das Fläschchen nicht, sondern schwenken es nur. Das verhindert die Entstehung von Luftblasen im Getränk. Wenn Sie das fertige Fläschchen vor Füttern noch ein paar Minuten stehen lassen, lösen sich in dieser Zeit die restlichen Luftblasen noch auf. Ideal sind Fläschchen, die ein Saugloch haben, aus dem die Flüssigkeit langsam, aber stetig tropft. Die richtige Fütterungstechnik kann Ihnen auch eine Hebamme zeigen.
Gegen Blähungen hilft bei Groß und Klein Fenchel- und/oder Kümmeltee.
Informieren Sie sich: Hausmittel bei Blähungen
Bitte beachten Sie, dass ein www.familie-einfach-leben.de-Artikel generell fachlichen Rat durch einen Arzt nicht ersetzen kann!
Lesen Sie weiter: Hilfe bei Dreimonatskoliken
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