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Mumps – Ziegenpeter mit Hamsterbacken

Mumps - Ziegenpeter mit HamsterbackenMumps ist eine Kinderkrankheit, die Oma und Opa noch unter dem Namen „Ziegenpeter“ kennen. Eigentlich ist Mumps relativ ungefährlich: Bei den meisten betroffenen Kindern kommt und geht die Krankheit von alleine. Allerdings kann es in seltenen Fällen zu schwerwiegenden Komplikationen kommen, vor allem wenn Mumps in und nach der Pubertät auftritt: Sowohl bei Jungen als auch bei Mädchen droht dann Unfruchtbarkeit! Sollte Ihr Kind deshalb an Mumps erkranken, ist immer sicherheitshalber ein Kinderarzt aufzusuchen!

Mumps Schwangerschaft

Auch für werdende Mütter geht von Mumps eine Gefahr aus: Stecken sich Schwangere innerhalb der ersten drei Schwangerschaftsmonate mit Ziegenpeter an, laufen sie Gefahr, ihr Kind zu verlieren.

Mumps ansteckend

Ziegenpeter ist ansteckend, da die Viren über eine Tröpfcheninfektion verbreitet werden. Beim Sprechen, Husten und Niesen versprüht man einen feinen Nebel aus Speichel. In ihm sind auch die Mumpsviren enthalten. Gelangen sie in den Mund anderer Menschen, setzen sie sich dort der Mundschleimhaut fest und befallen die Speicheldrüsen. Wer als Kind einmal eine Mumpserkrankung überstanden hat, der ist jedoch für sein gesamtes Leben gegen Ziegenpeter immun.

Mumps Inkubationszeit

Das Tückische an Mumps ist, dass die Krankheit schon lange bevor die Wangen anschwellen ansteckend ist. Sieben Tage vor und bis zu neun Tagen nach dem Anschwellen geht von den kleinen Patienten eine große Ansteckungsgefahr aus. Am größten ist sie zwei Tage vor und vier Tage nach Ausbruch. Machen Sie bekannt, dass Ihr Kind an Mumps leidet, denn dann können Schwangere und Jugendliche, die noch keinen Mumps hatten und somit zur Risikogruppe gehören, Ihr Haus meiden und Vorsichtsmaßnahmen ergreifen!

Mumps Ursachen

Mumps wird von Mumpsviren, den sogenannten „Paramyxoviren“ hervorgerufen. Diese Viren befallen vorwiegend Kinder zwischen dem vierten und zehnten Lebensjahr. Doch auch ältere Kinder, Jugendliche und Erwachsene sind nicht vor ihnen gefeit!

Mumps Symptome

Bei Mumps entzünden sich die Ohrspeicheldrüsen. Sie liegen vor dem Ohr und münden zwischen die oberen hinteren Backenzähne. Durch die Entzündung schwellen die Ohrspeicheldrüsen an. Ihr Kind bekommt dann „Hamsterbacken“.
Zu Beginn der Krankheit deutet jedoch zunächst nichts auf Ziegenpeter hin: Das Kind fühlt sich schlapp und müde, hat keinen Appetit und klagt vielleicht über Kopf- und Bauchschmerzen. Ein, zwei Tage später beginnt die Speicheldrüse anzuschwellen. Zuerst wird nur eine Wange dick. Nun kommen Ohrschmerzen hinzu. Das Kauen und Schlucken beginnt zu schmerzen. Berühren Sie die angeschwollene Wange Ihres Kindes, kommt es zu einem Berührungsschmerz. Die Wange selbst fühlt sich weich und teigig an. Nach einem oder zwei weiteren Tagen schwillt auch die andere Wange an. Nun hat Ihr Kind Hamsterbacken oder gar ein Mondgesicht. Jetzt entwickelt es auch Fieber, das bis auf 40°C steigen kann. In der Regel braucht Mumps nun circa eine Woche, bis die Krankheit abgeklungen ist.

Mumps Therapie

Gegen Mumpsviren gibt es bis heute noch keine Medikamente. Meist verläuft die Krankheit auch unproblematisch und klingt von alleine ab. Bei erhöhter Temperatur und Fieber ist Bettruhe angesagt. Auch wenn Ihr Kind über Kopfschmerzen klagt, sollte Sie ihm nicht Schmerzmedikamente mit dem Wirkstoff ASS (Acetyl-Salicyl-Säure) verabreichen, da dieser Wirkstoff für Kinder unter 14 Jahren nicht geeignet ist.

Mumps Hausmittel

Bei manchen Kindern helfen kalte Umschläge auf der Wange, bei anderen wiederum warme. Probieren Sie deshalb einfach was, was Ihrem Kind Linderung verschafft! Gegen Fieber helfen Wadenwickel. Schauen Sie einmal in den Artikel „Hausmittel bei Grippe und Erkältung“ auf unserem Partnerportal www.heute-gesund-leben.de! Dort erfahren Sie am Ende des Artikels wie Sie fiebersenkende Wickel herstellen können.

Um die Schmerzen beim Kauen und Schlucken zu lindern, hilft es, das Essen zu pürieren oder vorwiegend Brei und Suppe zu kochen. Kohlensäurehaltige Getränke wie Mineralwasser und Fruchtsäfte sind bei Mumps ungeeignet, da die Fruchtsäure den Speichelfluss anregt, was schmerzt. Ungesüßter Tee dagegen bereitet beim Schlucken kaum Probleme.

Mumps Komplikationen

Nur selten treten bei Ziegenpeter Komplikationen auf. Bei drei bis zehn Prozent aller kleinen Patienten kann sich allerdings eine Hirnhautentzündung (Meningitis) entwickeln. Anzeichen hierfür sind Teilnahmslosigkeit, Schläfrigkeit, Benommenheit, Erbrechen, starke Kopfschmerzen, ein steifer Nacken und das Unvermögen, den Kopf zum Kinn beugen zu können. Auch können epileptische Krampfanfälle auftreten. Nun muss auf jeden Fall ein Arzt alarmiert werden!

Manchmal kann sich bei Mumps auch die Bauchspeicheldrüse entzünden. Darauf deuten Erbrechen und Schmerzen im Oberbauch hin. Auch hier sollte unverzüglich ein Arzt aufgesucht werden!

Erkranken Jungen in oder nach der Pubertät an Ziegenpeter, besteht die Gefahr, dass die Mumpsviren die Hoden befallen. Diese entzünden sich dann, schwellen an und schmerzen. Auch hier sollte unverzüglich ein Arzt aufgesucht werden, denn eine Hodenentzündung kann zur Unfruchtbarkeit führen.
Bei Mädchen in und nach der Pubertät können Mumpsviren eine Eierstockentzündung auslösen, die ebenfalls zur Unfruchtbarkeit führen kann.
Bitte beachten Sie, dass ein www.familie-einfach-leben.de-Artikel generell fachlichen Rat durch einen Arzt nicht ersetzten kann!
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