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Ringelröteln

RingelrötelnRingelröteln gehören wie Masern, Röteln, Scharlach und Windpocken zu den klassischen Kinderkrankheiten und werden auch als die fünfte Kinderkrankheit bezeichnet. Trotzdem sind Ringelröteln nicht so bekannt wie die anderen Kinderkrankheiten. Das mag daran liegen, dass sie oft mit den normalen Röteln verwechselt werden. Bei vielen betroffenen Kindern verlaufen die Ringelröteln zudem sehr leicht – oft machen sie sich noch nicht einmal mit dem für sie charakteristischen Hautausschlag bemerkbar. Dann unterscheidet sich der Krankheitsverlauf nicht von dem einer mittelschweren Erkältung. So merken viele Eltern gar nicht, dass ihre Kinder die Ringelröteln haben.

Ringelröteln Schwangerschaft

Hier liegt nun die große Gefahr, die von Ringelröteln ausgehen kann. Obwohl der Krankheitsverlauf bei den meisten betroffenen Kindern nicht schwer ist, können sie andere Personen mit Ringelröteln anstecken. Besonders für Schwangere, die sich zwischen der 13. und 20. Schwangerschaftswoche befinden sind Ringelröteln gefährlich. In dieser Schwangerschaftszeit besteht die erhöhte Gefahr, dass der Erreger über die Gebärmutter in die Blutbahn des Kindes gelangt. Dort stört der Erreger die Bildung der roten Blutkörperchen, so dass es beim Embryo zu einer schweren Blutarmut kommen kann. Bei den betroffenen Embryos kann sich Wasser im Brust- und Bauchbereich sowie in der Haut einlagern. Es kann zu einer Fehlgeburt kommen. Werdende Mütter, die Kontakt zu Rinegelröteln-Patienten hatten, sollten deshalb vorsorglich immer einen Arzt aufsuchen!

Ringelröteln Ansteckung

Ringelröteln sind ansteckend, da ihre Viren über eine Tröpfcheninfektion verbreitet werden. Beim Sprechen, Husten und Niesen versprüht man einen feinen Nebel aus Speichel. In ihm sind auch die Ringelrötelviren enthalten. Gelangen sie in die Mund- oder Nasenschleimhaut anderer Menschen setzen sie sich dort fest und vermehren sich. Besonders groß ist die Ansteckung mit Ringelröteln deshalb in der Familie, in der der kleine Patient lebt.

Ringelröteln Inkubationszeit

Ein bis zwei Wochen nach Ansteckung mit Ringelröteln treten die ersten Beschwerden und Symptome der Krankheit auf. Diese ähneln denen einer mittelschweren bis schweren Erkältung. Erst wenn der typische Hautausschlag auftritt, erlischt die Ansteckungsgefahr. Machen Sie bekannt, dass Ihr Kind an Ringelröteln leidet und lassen Sie es während der gesamten Zeit nicht in die Öffentlichkeit, um Schwangere und Angehörige der Risikogruppen zu schützten!

Ringelröteln Ursachen

Ringelröteln werden von dem Parvovirus B19 hervorgerufen. Dieser Virus ist der kleinste bekannte Erreger mit dem wir Menschen uns infizieren können. Diese Parvoviren sind es, die bei Ungeborenen die Bildung der roten Blutkörperchen stören. Aber auch ältere Menschen oder Patienten mit einem gestörten oder sehr schwachen Immunsystem können gefährlich stark an Ringelröteln erkranken. Doch wer diese Krankheit in seiner Kindheit einmal durchgemacht hat, der ist für sein gesamtes Leben gegen Ringelröteln immun.

Ringelröteln Symptome

Die ersten Symptome bei Ringelröteln treten ein bis zwei Wochen nach Ansteckung auf. Zuerst machen sich Ringelröteln mit den gleichen Beschwerden wie eine Erkältung und leichtem Fieber bemerkbar. Typisch für Ringelröteln ist ein Ausschlag im Gesicht. Er tritt zuerst an den Wangen auf und sieht aus, als ob Ihr Kind rechts und links eine kräftige Backpfeife kassiert hätte. Der Ausschlag erstreckt sich dann auf Arme, Rumpf und Beine. Dort sehen die Rötungen wie Ringel aus, von denen die Krankheit dann auch ihren Namen bekam. Bei den unterschiedlichen Betroffenen juckt der Ausschlag unterschiedlich stark und hält auch unterschiedlich lange an. Je nach Schwere der Erkrankungen klingt der Ausschlag innerhalb einer Woche wieder ab, er kann aber auch mehrere Wochen lang anhalten. Hautreizungen sollten vermieden werden, denn sie lassen sich die Rötungen wieder verstärken.

Ringelröteln bei Erwachsenen

Wer als Kind einmal an Ringelröteln erkrankt ist, der ist sein ganzen Leben immun gegen sie. Wer allerdings erst im Erwachsenenalter Ringelröteln bekommt, der muss mit einem schwereren Verlauf rechnen. Je älter der Patient ist, desto heftiger ist der Krankheitsverlauf. Häufig entzünden sich bei Erwachsenen die Handgelenke, die Knie und die Fußknöchel, schwellen an und schmerzen. Diese Beschwerden können bis zu mehreren Wochen anhalten.
Dadurch dass Ringelröteln Blutarmut begünstigen ist die Krankheit vor allem für Menschen mit einen transplantierten Organ, für Leukämie-Patienten und HIV-Positive gefährlich. Deshalb sollten Angehörige dieser Risikogruppen bei einem Arzt mit Hilfe einer Blutuntersuchung feststellen lassen, ob sie gegen Ringelröteln immun sind oder nicht.

Ringelröteln Behandlung

Meist werden die Symptome von Ringelröteln mit den gleichen Hausmitteln behandelt, die auch bei Erkältungen zur Anwendung kommen.
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Die Patienten sollten viel trinken, viel schlafen und es sollte Bettruhe eingehalten werden. Sehr hohes Fieber kann mit den Wirkstoffen Paracetamol oder Ibuprofen gesenkt werden. Dies sollte aber in Absprache mit einem Kinderarzt geschehen! Medikamente mit Acetyl-Salicyl-Säure (ASS) sind für Kinder und Jugendliche unter 14 Jahren komplett ungeeignet, das sie schwere Nebenwirkungen hervorrufen können. Gegen den Hautausschlag - besonders wenn er juckt - helfen Zink-Lotionen, die auf die geröteten Hautstellen aufgetragen werden.
Bitte beachten Sie, dass ein www.familie-einfach-leben.de-Artikel generell fachlichen Rat durch einen Arzt nicht ersetzten kann!
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