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Röteln – für Kinder ungefährlich, brisant für Schwangere

Röteln - für Kinder ungefährlich, brisant für SchwangereRöteln sind eine klassische Kinderkrankheit, die zwar Kindern im Allgemeinen wenig ausmacht, aber sehr gefürchtet ist, da sie für Schwangere äußerst gefährlich ist. Bei Kindern kommen und gehen Röteln meist von alleine. Manche Kinder entwickeln noch nicht einmal den für Röteln typischen rötlich-fleckigen Hausausschlag. Dann gleichen Röteln von der Schwere der Erkrankung der einer Erkältung.

Röteln Schwangerschaft

Gefährlich sind Röteln für werdende Mütter. Die Rötelviren setzen sich im Mutterkuchen fest und stecken so das Ungeborene an. Die betroffenen Babys kommen oft mit schweren Hör- und Sehfehlern und/oder Herzfehlern zur Welt. Haben sich ihre Gehirnhäute durch die Rötelerkrankung entzündet, drohen schwere geistige und körperliche Behinderungen! Schwangere Frauen, die in ihrer Kindheit oder Jugend keine Rötelerkrankung durchgemacht haben und somit keine Immunität entwickelt haben oder nicht sicher sind, ob sie gegen Röteln geimpft sind, sollten bei alleinigen Verdacht auf Röteln oder bei Kontakt mit einem Rötel-Patienten sofort einen Arzt aufsuchen! Zudem sollte zu Beginn einer Schwangerschaft vom Frauenarzt geprüft werden lassen, ob ein ausreichender Schutz vor Röteln vorliegt!

Röteln Ansteckung

Röteln sind ansteckend, da die Viren durch eine Tröpfcheninfektion verbreitet werden. Beim Sprechen, Husten oder Niesen versprüht man einen feinen Nebel aus Speichel. In ihm sind auch die Rötelviren enthalten. Sie setzen sich in der Nasen- und Rachenschleimhaut fest und vermehren sich dort. Wer als Kind einmal eine Rötelerkrankung überstanden hat, der ist jedoch für sein ganzes Leben gegen Röteln immun.

Röteln Inkubationszeit

Das Tückische an Röteln ist, dass die Krankheit schon lange bevor der Hautausschlag auftritt ansteckend ist. Bereits eine Woche vor dem Auftreten der ersten roten Flecken und noch eine Woche nach ihrem Abklingen geht von den kleinen Patienten eine große Ansteckungsgefahr aus. Machen Sie bekannt, dass Ihr Kind an Röteln leidet und lassen Sie es während dieser gesamten Zeit nicht in die Öffentlichkeit, um Schwangere zu schützen!

Röteln Ursachen

Röteln werden von dem Rötelvirus, auch „Rubellavirus“ genannt hervorgerufen. Der Rötelvirus gehört zur Familie der Togaviren. Er besitzt als Erbmaterial RNA, weshalb er auch so gefährlich für Schwangere ist.

Röteln Symptome

Bei fast jedem zweiten Kind entwickelt die Krankheit nicht ihre typischen Symptome, sondern ähnelt nur einer schwereren Erkältung: Meist fühlen sich die Kinder unwohl, haben keinen Appetit, husten und schnupfen und klagen über Kopfschmerzen. Ihre Körpertemperatur ist etwas erhöht. Anzeichen für eine Rötel-Erkrankung sind auch geschwollene Lymphknoten hinter den Ohren und im Nacken.

Die typischen rosa bis hellroten flachen Hautflecken (siehe Bild) entwickeln sich meist erst ein bis zwei Tage nach den Erkältungssymptomen. Sie treten zuerst hinter den Ohren auf und breiten sich dann im Gesicht aus. Vom Gesicht wandert der Ausschlag über den Hals und erstreckt sich auf Rumpf, Arme und Beine. Die Flecken verschwinden für gewöhnlich nach zwei bis drei Tagen wieder.
Bei einem schwereren Verlauf der Krankheit können die geschwollenen Lymphknoten auch schmerzen, es kann zu Gelenkschmerzen und einer Bindehautentzündung kommen. Nun sollte auf jeden Fall ein Kinderarzt aufgesucht werden!

Röteln Behandlung

Gegen Rötelviren gibt es bis heute noch keine Medikamente. Meist verläuft die Krankheit auch unproblematisch und klingt von alleine wieder ab. Auch wenn die meisten Kinder sich nicht wirklich krank fühlen, sollten sie sich schonen. Das Fieber, die Kopf- und Gelenkschmerzen können mit Wirkstoffen wie Paracetamol oder Ibuprofen gelindert werden. Auf jeden Fall sollte Ihr Kind so lange zu Hause bleiben, bis kein Ansteckungsrisiko mehr von ihm ausgeht.
Bitte beachten Sie, dass ein www.familie-einfach-leben.de-Artikel generell fachlichen Rat durch einen Arzt nicht ersetzten kann!
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