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Scharlach: Himbeerzunge und Sandpapierhaut

Scharlach: Himbeerzunge und SandpapierhautFrüher war Scharlach eine Kinderkrankheit, die großen Schrecken hervorrief, denn Scharlach konnte für Kinder tödlich enden. Heute hat die Krankheit viel von ihrem Schrecken verloren, da sie mit Penicillin relativ einfach zu heilen ist. Dennoch sollte bei Verdacht auf Scharlach immer sofort ein Kinderarzt aufgesucht werden, denn Scharlach kann die Nieren in Mitleidenschaft ziehen und Herzmuskelentzündungen hervorrufen. Die Krankheit bleibt also nach wie vor nicht ungefährlich!
Scharlach trifft meist Kinder im Grundschulalter und tritt vorwiegend gegen Ende des Winters oder Anfangs des Frühlings auf, wenn viele Personen lange Zeit auf engem Raum in Kindergärten und Klassenzimmern zusammengelebt haben. Da Scharlach hoch ansteckend ist sorgt die Krankheit - einmal ausgebrochen - oft für leere Klassenzimmer.

Scharlach Schwangerschaft

Stecken sich Schwangere mit Scharlach an, hat die Krankheit meist keine Auswirkung auf das Ungeborene, doch sie kann für die werdende Mutter gefährlich werden. Viele betroffenen Schwangere scheuen den Gang zum Arzt, da sie befürchten, dass die verschriebenen Medikamente ihrem ungeborenem Baby schaden könnten und versuchen es erst einmal mit Hausmitteln. Bleibt Scharlach jedoch unbehandelt, können sich die Lungen, die Nieren und die Herzmuskel entzünden. Deshalb sollte immer ein Arzt aufgesucht werden! Er verordnet Schwangeren Antibiotika, die für den Embryo ungefährlich sind.

Scharlach ansteckend

Scharlach ist ansteckend, da die Bakterien über eine Tröpfcheninfektion verbreitet werden. Beim Sprechen, Husten und Niesen versprüht man einen feinen Nebel aus Speichel. In ihm sind auch die Scharlach auslösenden Bakterien enthalten. Gelangen diese in Körper anderer Menschen, rufen sie dort ebenfalls eine Scharlachinfektion hervor.

Scharlach Inkubationszeit

Im Körper angekommen, brauchen die Scharlachbakterien zwei bis vier Tage, um die Krankheit ausbrechen zu lassen. Scharlach ist ansteckend, sobald sich die ersten Symptome der Krankheit zeigen. Dann kann der Patient andere bis zu drei Wochen lang anstecken! Wird Scharlach mit Medikamenten behandelt, erlischt die Ansteckungsgefahr jedoch schon nach ein bis zwei Tagen.

Scharlach Ursachen

Scharlach wird von Bakterien, den Streptokokken hervorgerufen. Sie befallen die Haut und die Schleimhäute. Auf der Rachenschleimhaut sorgen die Scharlachbakterien für eine Rachenentzündung. Der für Scharlach typische Hautausschlag entsteht, weil die Bakterien giftige Stoffe absondern, gegen welche sich die Haut zu wehren versucht.

Scharlach Symptome

Charakteristisch für Scharlach ist, dass die Krankheit plötzlich ausbricht: Ihr Kind bekommt von jetzt auf gleich Halsschmerzen und hohes Fieber. Dabei steigt das Fieber sehr schnell auf bis zu 40°C an! Ihr Kind fühlt sich krank, schlapp und müde und klagt über Kopf- und Bauchschmerzen. Manchmal kommt noch Erbrechen hinzu. Das Schlucken schmerzt. Einen Tag nach Krankheitsausbruch ist die Zunge hochrot, dick und aufgeworfen und sieht wie eine Himbeere aus. Auch der Gaumen, der Hals- und der Rachenraum sind stark gerötet. Manchmal sind auch die Mandeln betroffen und eitrig entzündet. Die Lymphknoten unterhalb des Kiefers schwellen an.
Typisch für Scharlach ist auch der rote Hautausschlag. Er beginnt meist am zweiten Tag der Erkrankung. Die Haut Ihres Kindes ist mit roten stecknadelgroßen Flecken und Pünktchen übersäht. Der Ausschlag beginnt auf der Brust und breitet sich innerhalb von 24 Stunden über den gesamten Körper aus. Nur der Mundraum, die Handflächen und die Fußsohlen bleiben von ihm verschont. Wenn man mit der Hand über die betroffenen Hautstellen streicht, fühlt sich die Haut wie Sandpapier an. Nach ein bis zwei Wochen beginnt sich die Haut zu schuppen.

Scharlach Behandlung

Gegen Scharlach wird vom Arzt für gewöhnlich das Antibiotikum Penicillin verordnet. Nach der ersten Einnahme verschwinden die Beschwerden meist innerhalb von nur ein bis zwei Tagen. Das Fieber geht meist schon am ersten Tag zurück. Trotzdem muss Penicillin mindesten zehn Tage hintereinander eingenommen werden um alle Bakterien abzutöten und keinen Rückfall zu riskieren. Bei starken Schmerzen und hohem Fieber kann der Arzt dagegen zusätzliche Medikamente verschreiben. Wichtig ist, dass Ihr Kind viel trinkt und schläft und die Bettruhe eingehalten wird.
Bitte beachten Sie, dass ein www.familie-einfach-leben.de-Artikel generell fachlichen Rat durch einen Arzt nicht ersetzten kann!
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