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Windpocken - die juckende Kinderkrankheit

Windpocken - die juckende KinderkrankheitWindpocken gehören zu den klassischen Kinderkrankheiten. Während bei Röteln und Ringelröteln der Krankheitsverlauf bei den meisten Kindern eher schwach ist, machen Windpocken ihren kleinen Patienten nicht nur mit einem allgemeinen Krankheitsgefühl mit Kopfschmerzen und Fieber, sondern vor allem mit ihren juckenden Pusteln oft schwer zu schaffen. Die meisten Kinder erkranken zwischen dem zweiten und sechsten Lebensjahr an Windpocken. Wer einmal die Krankheit überwunden hat, der ist zwar sein ganzes Leben gegen eine weitere Windpockenerkrankung geschützt, doch der Windpockenvirus bleibt im Körper und kann später eine Gürtelrose auslösen. Nur wenn die Windpockenerkrankung in einem sehr frühen Alter aufgetreten ist oder sehr schwach verlaufen ist, kann es zu einer nochmaligen Erkrankung an Windpocken kommen. Generell sollte bei Windpocken ein Kinderarzt konsultiert werden!

Windpocken Schwangerschaft

Im Allgemeinen sind Windpocken für Kinder eher ungefährlich. Gefährlich werden Windpocken jedoch für Schwangere. Erkranken werdende Mütter an Windpocken, kann eine Übertragung der Windpockenerreger über den Mutterkuchen auf das Ungeborene während der gesamten Schwangerschaft erfolgen. Wie sehr Windpocken das Ungeborene schädigen hängt von dessen jeweiligen Entwicklungsstadium ab. Oft kommt es jedoch zu schweren Gesundheitsschäden, dem sogenannten „Fetalen Varizellen-Syndrom“. Etwa ein Viertel aller betroffenen Ungeborenen überlebt dies nicht, so dass es zu einer Fehlgeburt kommt. Werdende Mütter, die in ihrer Kindheit nicht an Windpocken erkrankt sind sollten bei Verdacht auf Windpocken oder nach Kontakt zu einem Windpocken-Patienten sofort einen Arzt aufsuchen! Frauen mit Kinderwunsch sollten schon vor Beginn einer Schwangerschaft vom Arzt klären lassen, ob eine ausreichende Immunität gegen Windpocken vorliegt oder sie dagegen geimpft werden müssen.

Windpocken Ansteckung

Windpocken sind sehr ansteckend, da sie sowohl durch eine Tröpfcheninfektion als auch durch eine Schmierinfektion übertragen werden können. Beim Sprechen, Husten und Niesen versprüht man einen feinen Nebel aus Speichel. In ihm sind auch die Windpockenviren enthalten. Um sich anzusteckend genügt schon ein enger Kontakt mit Infizierten (sogenannter face-to-face-Kontakt). Einmal im Kindergarten oder in der Grundschule ausgebrochen, sorgen Windpocken fast immer für leere Kitas und Klassenräume. Eine Ansteckungsgefahr geht aber auch von den Bläschen und der Flüssigkeit, die sich ihnen befindet aus.

Windpocken Inkubationszeit

Windpocken sind auch deshalb so infektiös, da sie eine sehr lange Inkubationszeit haben: Nach Ansteckung und Auftreten der ersten Symptome können zwischen acht und 28 Tagen vergehen. Meist treten die ersten Beschwerden nach 14 bis 16 Tagen auf. Die ersten Pocken treten meist nach zwei Wochen auf. Bereits ein bis zwei Tage vor Ausbruch des Ausschlags sind Windpocken höchst ansteckend. Nach Auftreten der ersten Pocken dauert die Ansteckungsgefahr noch sieben bis zehn Tage. Bis zu sieben Tage nach der letzten Hautveränderung müssen verstrichen sein, damit keine Ansteckungsgefahr mehr besteht. Machen Sie bekannt, dass Ihr Kind an Windpocken leidet und lassen Sie es während der gesamten Zeit nicht in die Öffentlichkeit, um Schwangere zu schützen!

Windpocken Ursachen

Windpocken werden von dem Varizella-Zoster-Virus (VZV) hervorgerufen. Nach Genesung bleibt dieser Virus im menschlichen Körper und lagert sich in Nervenenden ein. Er kann immer wieder aktiv werden und Gürtelrose auslösen.

Windpocken Symptome

Windpocken machen sich zuerst mit einem allgemeinen Krankheitsgefühl, Kopf- und Gliederschmerzen bemerkbar. Es tritt Fieber auf, was aber bei den meisten kleinen Patienten selten über 39°C klettert.
Typisch für Windpocken ist der Ausschlag mit Pocken, die der Krankheit auch ihren Namen gaben. Der Ausschlag besteht aus kleinen, rund-ovalen Flecken, die zu Hauterhebungen anschwellen und mit einer wässrigen Flüssigkeit gefüllt sind (siehe Bild). Achtung: Diese Flüssigkeit ist höchst ansteckend! Die Pocken treten am gesamten Körper, auch an den Mundschleimhäuten auf. Manche Pocken heilen schon ab, während noch neue dazukommen. Der Ausschlag juckt sehr stark. Ein Aufkratzen der Pocken kann zu bakteriellen Subinfektionen führen und Narben hinterlassen.
Unser Tipp: Schneiden und feilen Sie Ihrem Kind die Fingernägel sehr kurz, damit es die Pocken nicht aufkratzen kann!

Windpocken bei Erwachsenen

Nicht nur Kinder können sich mit Windpocken infizieren, sondern auch Erwachsene, wenn sie als Kind nicht an Windpocken erkrankt sind. Bei Erwachsenen nimmt die Krankheit jedoch einen schwereren Verlauf. Hier droht auch die Komplikation einer Hirnhautentzündung oder einer Lungenentzündung. Erwachsene sollten deshalb die Kinderkrankheit Windpocken nicht auf die leichte Schulter nehmen und sich von einem Arzt behandeln lassen.

Windpocken Behandlung

Bei den meisten Kindern ist die Behandlung von Windpocken relativ unproblematisch. Die Virusinfektion wird nur dann behandelt, wenn die betroffenen Kinder unter einem geschwächten Immunsystem leiden oder zu Risikogruppen gehören. Meist verordnet der Arzt dann ein virenhemmendes Medikament mit dem Wirkstoff Aciclovir. Dieser Wirkstoff tötet die Viren zwar nicht ab, verhindert jedoch deren Vermehrung.
Der Juckreiz der von den Pocken ausgeht kann mit Antihistaminika gelindert werden. Diese sollten aber nur in Rücksprache mit dem Kinderarzt verabreicht werden! Seit langem hat sich eine in Apotheken erhältliche Zinkschüttelmixtur bewährt, die mit Wattestäbchen auf die Pocken aufgetragen wird. Sie lindert den Juckreiz und lässt die Pocken abheilen. Als Hausmittel können auch mit Kamillentee getränkte weiche Tücher aufgelegt werden. Diese müssen danach allerdings ausgekocht werden, um eine Ansteckung mit dem Varizella-Zoster-Virus zu vermeiden.
Während der gesamten Krankheitsphase ist Bettruhe angesagt. Die Kinder sollten viel trinken. Als Wäsche empfiehlt sich weiche und luftige Kleidung, die auf den empfindlichen Pocken nicht scheuert.
Bitte beachten Sie, dass ein www.familie-einfach-leben.de-Artikel generell fachlichen Rat durch einen Arzt nicht ersetzten kann.
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