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Missbrauch: Hinschauen und handeln

Sexueller Missbrauch: Hinschauen und handelnKinder und Jugendliche, die missbraucht wurden oder noch werden, sind dringend auf die Hilfe von Erwachsenen angewiesen. Hilfreich dabei ist es, wenn dieser Erwachsene auch die Stellung einer Vertrauensperson einnimmt. Der Umgang mit Missbrauch erfordert viel Fingerspitzengefühl, vor allem, weil der Täter in den meisten Fällen aus dem nahen Umfeld oder gar der eigenen Familie kommt. Das macht die Situation besonders problematisch: Je enger die Beziehung zum Täter ist, desto heikler wird die Aufdeckung. Das missbrauchte Kind hegt widersprüchliche Gefühle zu dem Täter: Zuneigung, Bewunderung und Liebe mischen sich mit Angst, Scham und Schuldgefühlen. Eine Aufdeckung des Täters bedeutet im Extremfall, dass die Familie auseinander bricht – und genau das ist, wovor sich Kinder fürchten. Doch auch die Gewissheit, dass die Familie definitiv auseinander bricht, darf auf keinen Fall davor abhalten, gegen den Missbrauch vorzugehen. Oft verschließen sich Frauen, die finanziell und materiell vom Täter abhängig sind der traurigen Wahrheit um keine Einbußen hinnehmen zu müssen. Doch wer Missbrauch ignoriert, verdrängt und nicht einschreitet, macht sich mit strafbar!
Bei den meisten Menschen löst alleine der bloße Verdacht, dass ein Kind missbraucht worden ist, Sorge und Ohnmacht, aber auch Wut und Hass auf den Täter aus. Das gilt ganz besonders für die Personen, die dem betroffenen Kind nahe stehen: Eltern und Großeltern, Geschwister, aber auch Freunde und Lehrer. Für alle ist die Situation nicht einfach, die meisten wissen nicht, wie sie sich verhalten sollen. Für Betroffenen gibt es hier auf www.familie-einfach-leben.de Tipps und Ratschläge, wie man sich beim Verdacht auf Missbrauch verhalten sollte. Oberstes Gebot ist nämlich, einen kühlen Kopf zu bewahren, denn wird der Täter im Vorfeld gewarnt, wird er alles unternehmen, um die grausame Wahrheit zu vertuschen.

Ruhe bewahren

In einer solchen Situation Ruhe zu bewahren ist wirklich nicht leicht. Doch eine Überreaktion wie zum Beispiel Hektik oder gar Panik nützt dem Opfer wenig. Das missbrauchte Kind benötigt nun vor allem Sicherheit, und die können Sie ihm nur dann geben, wenn Sie selbst ruhig und gefasst sind.

Professionelle Hilfe suchen

Die Tatsache, dass ihr Kind missbraucht worden ist, ist für Eltern und Familienangehörige ein großer Schock, den sie erst selbst überwinden müssen. Wichtig ist deshalb, mit Personen zu sprechen, denen man vertraut. Das können der Partner, weitere Familienangehörige, Freunde oder auch Lehrer sein. Diese Personen sollten allerdings das betroffene Kind kennen, um den Verdacht bestätigen zu können. Suchen Sie sich zudem professionelle Hilfe, um die Last nicht alleine tragen zu müssen. Unterstützung finden Sie bei Beratungsstellen. In den Beratungsstellen hilft man Ihnen, die Situation besser einschätzen zu können. Dort bekommen Sie auch Ratschläge für weitere Schritte. Zudem wird es Ihnen gut tun, sich richtig aussprechen zu können.

Vertrauen zu dem Kind aufbauen

Ein missbrauchtes Kind ist zutiefst verunsichert und traumatisiert – vor allem, wenn es von einer Vertrauensperson missbraucht wurde. Wichtig ist, dass Sie sich viel Zeit nehmen und selbst zu ihm Vertrauen aufbauen und schon vorhandenes Vertrauen stärken. Dafür gibt es jedoch kein Patentrezept. Wie weit und wie schnell Ihnen das Kind entgegenkommt, bestimmt immer es selbst! Akzeptieren Sie deshalb auch, wenn Ihr Kind immer noch positive Gefühle gegenüber dem Täter hegt – auch wenn es Ihnen sehr schwer fällt!

Mut machen

Das missbrauchte Kind braucht nun sehr viel Mut und Selbstvertrauen, um über seine Erlebnisse sprechen zu können. Das gilt umso mehr, je näher der Täter seinem Opfer steht. Erklären Sie dem Kind, dass es seiner Wahrnehmung ruhig vertrauen darf: Wenn es etwas als unangenehm, anstößig, ekelig, schmerzhaft und angsteinflößend empfindet, darf es seinen Empfindungen ruhig vertrauen. Auch wenn ihm der Täter etwas anderes einzureden versucht. Bei Gesprächen sollten Sie Ihr Kind durch behutsames Nachfragen ermutigen und es für seinen Mut loben. Vermieden werden sollten „Warum-Fragen“ oder die Frage, ob das Kind sich gewehrt hat. Diese Fragen lassen bei den Opfern den Verdacht aufkommen, dass sie etwas besser hätten machen können. Kinder geben sich ohnehin meist selbst die Schuld am Missbrauch. Sie müssen dem Kind in Gesprächen erklären, dass es keine Schuld trifft und dass man ihm Unrecht zugefügt hat.

Glauben schenken

Ganz wichtig ist, dass Sie dem Kind Glauben schenken, wenn es sich Ihnen anvertraut, auch wenn Sie meinen, den Täter zu kennen und es für unmöglich halten, das er einem Kind so etwas antut. Die meisten Täter gehen sehr raffiniert vor und täuschen nicht nur die Kinder, sondern auch die anderen Erwachsenen. Sie erscheinen sehr oft als besonders kinderlieb, verständnisvoll, engagiert und schleichen sich so in das Vertrauen unzähliger anderer Bezugspersonen. Auch wenn sich nicht jedes Detail so abgespielt hat, wie es das Opfer schildert, der Kern der Sache stimmt fast immer.

Gedächtnisprotokolle anfertigen

Fertigen Sie nach jedem Gespräch Gedächtnisprotokolle an, auf denen Sie notieren, wann und was das Kind ausgesagt hat und welchen Wortlaut es benutzt hat. Das wird Ihnen bei Gerichtsverhandlungen helfen, gegen den Täter aussagen zu können. Schreiben Sie auch auf, was Ihnen komisch vorkam, auffiel und Ihr Misstrauen geweckt hat. So vermeiden Sie, dass der Verteidiger des Täters Sie vor Gericht als unglaubhaft hinstellen kann.

Erhalten Sie die Normalität

Sicherlich ist Ihr Kind durch den Missbrauch Opfer eines grausamen Verbrechens geworden. Dennoch sollten Sie es nicht in der Opferrolle gefangen halten. Missbrauchte Kinder und Jugendliche brauchen soviel Stabilität wie nur möglich. Und diese Stabilität braucht Normalität und Alltag. Behandeln Sie Ihr Kind genauso wie Sie es vor dem Missbrauch behandelt haben: Als ein ganz normales Kind, das zur Schule geht, Hausaufgaben macht und im Haushalt helfen muss. Nur so bekommen missbrauchte Kinder genug Normalität, um sich daran festhalten und orientieren zu können.
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